Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte e. V.

Präsentation des neuen Bandes der SABK Mitteilungen: Identity and cultural exchange in ancient Cilicia

Präsentation von Bd. 7 der Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte

(v.l.n.r.) Markus Löx, Johannes Deckers, Arabella Cortese, Alexis Oepen (Foto: P.Decheva).

Am Dienstag, 4. Februar 2020 wurde im Gartensaal des Museums für Abgüsse Klassischer Bildwerke der neue Band unserer Reihe Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte vorgestellt. Den Abend eröffnete Herr Dr. Markus Löx, stellvertretender Vorsitzende des Vereins. Frau Arabella Cortese, Herausgeberin des Bandes, präsentierte diesen im Detail.

Wir bedanken uns für Ihr zahlreiches Erscheinen und freuen uns über Ihr reges Interesse auch an den früheren Publikationen der Reihe!

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Die aktuelle Publikation zu „Identity and cultural Exchange in Ancient Cilicia: New Results and Future Perspectives“ vereint die Ergebnisse eines Workshops, der an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Mai 2018 stattfand. Der Band enthält eine Reihe von Einzelstudien, die die Einzigartigkeit der Kilikiens als eine von der Geographie und regionalen Interaktion geprägten Kulturlandschaft deutlich werden lassen.

Mehr zum Band lesen Sie hier.

Mitglieder des Vereins können den Band zum Vorzugspreis vom 25 statt später 39,80 Euro beziehen. Interessenten melden sich bitte bei markus.loex[at]gmx.de. Ebenso können frühere Bände zu einem erheblich reduzierten Preis für Vereinsmitglieder angeboten werden.

SABK Mitteilungen, Heft 7: Identity and cultural exchange in ancient Cilicia

Der Verein für Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte präsentiert mit Stolz den neuen Band der Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte.

Wir laden Sie herzlich zur feierlichen Präsentation des Bandes ein: am 4. Februar 2020 um 18:30 Uhr im Gartensaal des Museums für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Katharina-von-Bora-Straße 10.

Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte Identity and cultural exchange in ancient Cilicia: New results and future Perspectives Internationales Kolloquium 18. – 19. Mai 2018 in München

Cortese, Arabella; Verein Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte e.V. (Hg.)
Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte
Identity and cultural exchange in ancient Cilicia: New results and future Perspectives, Internationales Kolloquium 18. – 19. Mai 2018 in München  (Wiesbaden 2020)

17,0 x 24,0 cm, 160 S., 89 s/w Abb., Broschur 39,80 €

ISBN: 9783954904280

Die Publikation zu Rough Cilicia „Identity and cultural Exchange in Ancient Cilicia: New Results and Future Perspectives“ vereint die Ergebnisse eines Workshops, der an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Mai 2018 stattfand. Der Band enthält eine Reihe von Einzelstudien, die die Einzigartigkeit der Kilikiens als eine von der Geographie und regionalen Interaktion geprägten Kulturlandschaft deutlich werden lassen.

Hierfür wird die Expertise von Wissenschaftlern zusammenzutragen, die in den letzten zehn Jahren wichtige Forschungen in Kilikien oder Isaurien durchgeführt haben. Durch einen diachronen Überblick über archäologische Funde von der hellenistischen Zeit bis zur Spätantike fördert dieser Band vergleichende Analysen zwischen dem rauen und dem ebenen Kilikien. Dabei werden Ergebnisse archäologischer Regionalstudien, die zu oft isoliert bleiben, miteinander in Verbindung gesetzt, um die Faktoren zu untersuchen, die zu Akkulturationsprozessen in Kilikien beitrugen und die die lokale Identität der Region prägten.

Link zum Verlag: Reichert.

Mehr über unsere Veröffentlichungen.

Vortrag von Tuna Şare Ağtürk «New Tetrarchic Reliefs from Nicomedia» und Präsentation des neuen Bandes der Mitteilungen

Vor dem letzten Vortrag im Wintersemester 2019/2020 lädt der Verein Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte e.V. zur:

Präsentation des neuen Bandes der Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte.

Die Präsentation beginnt um 18:30 Uhr s.t. und findet im Gartensaal des Museums für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Katharina-von-Bora-Straße 10 statt.

Mehr Informationen zum Band finden Sie am Ende des Beitrags.


Tetrarchen Nikomedia (C) T. S. Agtürk

(C) T. S. Agtürk

 

Am 04. Februar 2020 spricht

Dr. Tuna Şare Ağtürk

zum Thema

New Tetrarchic Reliefs from Nicomedia: Uncovering the Colorful Life of Diocletian’s Lost Capital

 

Ancient Nicomedia, which emerged as the most important capital of the eastern Roman Empire in the late 3rd century CE, now lies below the modern industrial city of İzmit in Turkey. This paper will present the results of the Çukurbağ Archaeological Project (granted by TÜ̈BİTAK) conducting archaeological and scientific research on a new series of painted architectural reliefs from a monumental imperial complex found in the heart of modern İzmit.

Rescue excavations conducted by the Kocaeli Archaeology Museum in 2001 and 2009 revealed more than thirty-five sculpted relief panels along with numerous fragments forming a continuous frieze. It represents an astonishing combination of imperial, mythological, and agonistic scenes with extensively preserved ancient paint on them, and its importance is hard to overstate. The Late Roman Empire in the east now has a defining monument to set beside and in striking counterpoint to the Arch of Constantine in the west, in Rome.

The frieze and the complex it decorates appear to date from the time of Diocletian’s and Maximian’s “diarchy” (286-293 CE). They thus are the only known examples of their kind in Asia Minor, and an early example of Tetrarchic complexes known from elsewhere in the Roman Empire. The well-preserved coloration of the reliefs illuminates multiple aspects of the art of this period, including the color-coded costumes of the new imperial administration.

 

Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke und der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts statt.

 

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr c.t. und findet im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Katharina-von-Bora-Straße 10,  Raum 204-206 statt.

Der Vortrag findet auf Englisch statt.

Dr. Tuna Şare Ağtürk ist Marie Curie Research Fellow an der Faculty of Classics der Oxford University und zugleich Associate Professor of Classical Art and Archaeology an der Çanakkale Onsekiz Mart University. Sie wurde an der Rutgers University promoviert. In ihrer Dissertation befasste sich Dr. Ağtürk mit Kleidung und Identität in der visuellen Kultur des antiken Westkleinasiens. Ihre Forschungsinteressen liegen in der griechischen und römischen Kunst und Archäologie Kleinasiens. Als Marie Curie Fellow arbeitet sie derzeit an einer Publikation des neu entdeckten diokletianischen Komplexes in Nikomedia.

 


 

Mehr zum neuen Band der Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte:

Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte Identity and cultural exchange in ancient Cilicia: New results and future Perspectives Internationales Kolloquium 18. – 19. Mai 2018 in MünchenArabella Cortese (Hg.), Identity and cultural exchange in ancient Cilicia: New results and future Perspectives. Internationales Kolloquium 18. ― 19. Mai 2018 in München. Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte, Heft 7.

8°. ca. 160 S., ca. 80 s/w-Abb., ca. 39,− EUR (978-3-95490-428-0)

Die Publikation enthält eine Reihe von Einzelstudien, die die Einzigartigkeit der Kilikiens als eine von der Geographie und regionalen Interaktion geprägten Kulturlandschaft deutlich werden lassen. Hierfür wird die Expertise von Wissenschaftlern zusammenzutragen, die in den letzten zehn Jahren wichtige Forschungen in Kilikien oder Isaurien durchgeführt haben. Durch einen diachronen Überblick über archäologische Funde von der hellenistischen Zeit bis zur Spätantike fördert dieser Band vergleichende Analysen zwischen dem rauen und dem ebenen Kilikien. Dabei werden Ergebnisse archäologischer Regionalstudien, die zu oft isoliert bleiben, miteinander in Verbindung gesetzt, um die Faktoren zu untersuchen, die zu Akkulturationsprozessen in Kilikien beitrugen und die die lokale Identität der Region prägten.

Weiter zur Webseite des Reichtert Verlags.

Vortrag von Armin Bergmeier «Stilsichere Fälschungen: Spätantike Pseudo-Spolien im Venedig des 13. Jahrhunderts»

Venedig, San Marco, Porta Alipio (Foto: Armin Bergmeier )
Venedig, San Marco, Porta Alipio (Foto: Armin Bergmeier)

Am 14. Januar 2020 spricht

Dr. Armin Bergmeier

zum Thema

Stilsichere Fälschungen: Spätantike Pseudo-Spolien im Venedig des 13. Jahrhunderts

Der Vortrag untersucht eine Reihe skulpturaler Werke, die auf den ersten Blick spätantik aussehen, bei denen die Datierungsvorschläge bisher aber mehr als 700 Jahre auseinanderliegen. Diese Arbeiten, die sich vor allem in und um die Basilica di San Marco befinden, hatte die Forschung der Mitte des 20. Jahrhunderts noch teilweise als venezianische Produkte de 13. Jahrhunderts erkannt. Seit den 1980er Jahren jedoch haben sie vor allem deutsche und italienische Forscher sukzessive in die Spätantike (4.–6. Jahrhundert) datiert. Dieser Vortrag wendet sich gegen diese jüngere Datierungstradition. Er zeigt, dass es sich um hochmittelalterliche Arbeiten handelt, die lediglich den Stil der Spätantike zitieren, in dem die Belange der Zeit zum Ausdruck gebracht wurden. Diese Erkenntnis führt uns im Weiteren dazu, dass wir unsere Vorstellung von der mittelalterlichen venezianischen Skulptur ändern müssen. Wenn die untersuchten Werke Spezialanfertigungen vor Ort für die jeweiligen Gebäude waren, ist unser Narrativ, dass das Venedig des 13. Jahrhunderts das Ergebnis von Kulturraub, Plünderungen und einer wahllosen Zurschaustellung von Kriegstrophäen aus dem 4. Kreuzzug ist, nicht mehr zu halten.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr c.t. und findet im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Katharina-von-Bora-Straße 10 Raum 204-206 statt.

Dr. Armin Bergmeier ist seit April 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig. Promoviert wurde er am Institut für Byzantinistik, Byzantinische Kunstgeschichte und Neogräzistik der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Thema „Visionserwartung. Die Visualisierung und die Zeitlichkeit von Theophanien in der Spätantike “ (veröffentlicht 2017 im Reichert Verlag). Seine Forschungsinteressen liegen u. a. in den Beziehungen zwischen Kunst und Sakralität.

Vortrag von Jon C. Cubas Díaz «Von städtischen Pistazienverkäufern und ländlichen Eliten: Die Visualisierung von Status in den spätantiken Nekropolen des Rauen Kilikien»

Korykos, Ostnekropole, Gräberstraße
Korykos, Ostnekropole, Gräberstraße.

Am 10. Dezember 2019 spricht

Dr. Jon C. Cubas Díaz

zum Thema

Von städtischen Pistazienverkäufern und ländlichen Eliten: Die Visualisierung von Status in den spätantiken Nekropolen des Rauen Kilikien

In Korykos, einer Hafenstadt im Rauen Kilikien, ließen sich viele der wohlhabenden Bürger, ob jüdischen, christlichen oder paganen Glaubens, in Sarkophagen bestatten. Betrachtet man die Gestaltung dieser außergewöhnlich gut erhaltenen Grabdenkmäler, so steht dem spartanischen Umgang mit ornamentalen oder figürlichen Dekorelementen ein großer Reichtum an epigraphischen Zeugnissen gegenüber. In diesem Beitrag wird nach den Funktionen gefragt, die Grabdenkmäler über ihre Nutzung als Bestattungsort hinaus hatten und wie diese Funktionen durch gesellschaftliche Muster und kollektive Erwartungen geprägt wurden. Insbesondere wird die Bedeutung, welche die Zugehörigkeit zu einer Berufsgruppe bei der Ausgestaltung und räumlichen Positionierung eines Grabdenkmals innehatte, thematisiert und die Korrelation christlicher und jüdischer Selbstdarstellungsstrategien adressiert. Anschließend werden die vorgestellten Ergebnisse der Siedlung Korykos durch den Vergleich mit den Befunden der Siedlung Karakabaklı in den funerären Landschaften des spätantiken Rauen Kilikien, die in vielerlei Hinsicht von Heterogenität geprägt werden, kontextualisiert.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr c.t. und findet im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Katharina-von-Bora-Straße 10 Raum 204-206 statt.

Im Anschluss möchten wir das Vortragsjahr weihnachtlich ausklingen lassen. Dazu laden wir Sie im Namen des Vorstands herzlich ein!

Jon C. Cubas Díaz ist seit 2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte der Georg-August Universität Göttingen. Im selben Jahr wurde er an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg mit der Arbeit „Das Sepulkralwesen des Rauen Kilikien. Grabdenkmal, Schrift und Raum. Selbstdarstellung und Memoria im Wandel“ im Fach Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte promoviert. Dort hat er auch am Teilprojekt A01 des SFB 933: Materiale Textkulturen mitgearbeitet.

Vortrag von Nadin Burkhardt «Von der Stadtvilla zur Werkstatt: Wohnen im spät­antiken Griechenland»

Am 26.11.2019 spricht Frau

Jun.-Prof. Dr. Nadin Burkhardt

zum Thema

Von der Stadtvilla zur Werkstatt: Wohnen im spät­antiken Griechenland

Häuser verraten uns viel über ihre Bewohner und über urbane Entwicklungen in den griechischen Städten. Hausbauten unterlagen dem individuellen Gestaltungswillen, der jedoch vom Zeitgeschmack, den finanziellen Möglichkeiten und den lokalen Gegebenheiten abhängig war. Im Zentrum des Vortrags stehen die Charakteristika des spätantiken Hauses des 3.-6. Jh., in dem sich deutlich Neues gegenüber vorangegangenen Zeiten abzeichnet. Es erlebt eine dramatische Umnutzung von der städtischen Residenz zur Werkstattwohnhauseinheit bis zur Aufgabe des Stadthauses, wie wir es kennen.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr c.t. und findet im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Katharina-von-Bora-Straße 10 Raum 204-206 statt.

Nadin Burkhardt ist seit März 2017 Juniorprofessorin am Lehrstuhl für Klassische Archäologie an der KU Eichstätt-Ingolstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in der Siedlungsentwicklung, in der spätantiken Stadtentwicklung Griechenlands sowie in der Kolonisierung in der Magna Grecia. Seit September 2016 arbeitet sie außerdem am Grabungsprojekt in Pithekoussai/Lacco Ameno auf Ischia.

Wir sind jetzt auf Instagram!

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Vortrag von Ivan Drpić «The Byzantine Enkolpion and Spiritual Warfare»

Ohrid, Kirche der Muttergottes Peribleptos, Hl. Antonius / Ohrid, Peribleptos Church, St. Anthony

Ohrid, Kirche der Muttergottes Peribleptos, Hl. Antonius.

 

Am 19. November 2019 spricht

Prof. Dr. Ivan Drpić

zum Thema

„The Byzantine Enkolpion and Spiritual Warfare“

In the pursuit of virtue, Byzantine Christians often relied on the assistance of crafted, material things. Especially effective among these implements of self-mastery and self-perfection were the so-called enkolpia, a broad category of pendants – crosses, medallions with Christian imagery, and miniature reliquaries, among others – worn around the neck. This lecture explores how enkolpia facilitated their owners’ spiritual growth, paying particular attention to the pendant’s role as a weapon against demonic assaults and a remedy for the afflicted soul.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr c.t. und findet im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke (Katharina-von-Bora-Straße 10, München) in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Byzantinistik der LMU statt.

Die Vortragssprache ist Englisch.

Ivan Drpić wurde 2011 an der Harvard University promoviert und lehrt derzeit Kunstgeschichte an der University of Pennsylvania. Sein Schwerpunkt liegt in der Kunst, Architektur und materiellen Kultur von Byzanz und der slavischen Staaten in Südosteuropa in dem Zeitraum vom 11. bis 15. Jh. Er ist Autor von „Epigram, Art, and Devotion in Later Byzantium“ (Cambridge University Press, 2016). Im Moment arbeitet er an seiner nächsten großen Publikation „The Enkolpion: Object and Self in Medieval Byzantium“.

 

 

Vortrag von Norbert Zimmermann «Neu entdeckte spätantike Malereien in Bariano (Bergamo): Der einzigartige Komplex der Kirche der Madonna del Carmine»

28. Oktober 2019

Dr. Norbert Zimmermann (Rom)

Neu entdeckte spätantike Malereien in Bariano (Bergamo): Der einzigartige Komplex der Kirche der Madonna del Carmine

In der Ortschaft Bariano traten bei Restaurierungsarbeiten in der kleinen ehemaligen Taufkirche ihres aufgelassenen Karmeliter-Konvents überraschend Einblicke in die Geschichte des Monuments zu Tage: Denn es hat sich hier ein spätantikes Gebäude fast vollständig erhalten, das nicht nur durch seine ganz ungewöhnliche Architekturform Aufmerksamkeit erregt, sondern auch durch seine malerischen Ausstattung. Die Fresken zeigen eine ganz hervorragende Qualität und lassen einen außergewöhnlichen frühchristlichen Bilderzyklus rekonstruieren.

Der Vortrag findet montags in Kooperation mit dem Institut für Klassische Archäologie der LMU im Rahmen des Institutskolloquiums statt. (Beginn: 18 Uhr c.t., Großer Vortragssaal, 2. Stock, Raum 242)

 

SABK e.V. gratuliert dem Abgussmuseum zu seinem 150jährigen Bestehen

MfA_SABK_Numismatik
Die neue Vitrine im Gartensaal des MfA mit den vom Verein gestifteten Abgüssen spätantiker Hofkunst und Numismatik. (C) C. Keane

In diesem Jahr begeht unser mittlerweile langjähriger Gastgeber,  das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke in München sein 150jähriges Bestehen. Wir gratulieren dem Haus zu seiner langen Geschichte, die in Kürze in einer Festgabe reich bebildert nachzulesen sein wird. Zu diesem Anlass war es unserem Verein möglich, dem Museum mehrere kleinformatige Gipse, die eigens zu diesem Zweck angefertigt wurden, als Geschenk zu überreichen.

Es handelt sich um eine galvanoplastische Kopie des berühmten Konstantinsmedaillons mit Chi-Rho aus der Staatlichen Münzsammlung (München), das zugleich unser Vereinslogo ist, den Kameo der konstantinischen Familie vom sog. Ada-Evangeliar (Trier) und um eine Gemme (Berlin) Konstantins oder eines seiner Söhne. Alle drei Abformungen sind in einer neuen Vitrine im sog. Gartensaal ausgestellt. Dort bilden sie mit dem Modell des Konstantinsbogens im Maßstab 1:20 einen kleinen spätantiken Schwerpunkt. Die weiteren zahlreichen Abgüsse, v. a. Porträts, aus der Zeit der Spätantike warten in UG des Museums am Münchener Königsplatz auf Besucher. Dort ist auch der Abguss des überlebensgroßen Konstantinskopfes, der dem Museum dank großzügiger Spenden unserer Mitglieder vor nun mehr über zehn Jahren geschenkt werden konnte, aufbewahrt.