Vortrag von Sebastian Gairhos

Am 08. Juli 2026

spricht

Dr. Sebastian Gairhos (Stadtarchäologie und Römisches Museum Augsburg)

zum Thema

„Pergis ad Augustam“ – Augsburg als Zentralort der Spätantike.

In der römischen Grenzprovinz Rätien, dem „Bollwerk Italiens“ nach Norden ist nur für eine einzige Siedlung das Stadtrecht sicher bezeugt: Das Munizipium Aelia Augusta, heute Augsburg (Bayern). Jüngere archäologische Untersuchungen sowohl in den spätantik-frühmittelalterlichen Siedlungsbereichen als auch in den Gräberfeldern gewähren neue Einblicke in die spätrömische Großstadt Augusta und ihre kontinuierliche Entwicklung im frühen Mittelalter. Bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts lässt sich innerhalb der Stadtmauer flächige Besiedlung auf über 60 ha, die Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der florierende Absatz von Handelsgütern aus dem gesamten Reich nachweisen. Da alle anderen Siedlungen in Rätien im späten 3. und im Verlauf des 4. Jahrhunderts dramatisch verkleinert werden, tritt die Bedeutung des spätrömischen Augsburg für die Provinz noch stärker hervor. Auch im frühen Mittelalter ist die besiedelte Fläche mit etwa 15 ha rund um den heutigen Dom bemerkenswert groß. Im Gräberfeld um die Memoria der Märtyrerin Afra wird bis mindestens ins 7. Jh. die romanisch geprägte städtische Bevölkerung fassbar, die sich in ihren Bestattungsbräuchen signifikant von den zeitgleichen Bewohnern der benachbarten ländlichen Siedlungen unterscheidet.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr c. t. und findet in Amalienstr. 52, Raum K 201 (Historicum 2. Stock Altbau) statt.

Hierzu laden wir herzlich ein!

Der Vortrag wird auch per Zoom übertragen (bitte hier registrieren).